Gabriela Njoroge, geb. Wittig
schrieb am 11. April 2026 um 18.02 Uhr
Memento
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muss man leben.
Mascha Kaléko
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Liebe Beate,
es erfüllt mich mit großer Trauer, dass ihr Abschied nehmen musstet von deiner Mutter. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie wir als Kinder bei euch zu Hause gespielt haben, wie die „gute Stube“ aussah, wo der Weihnachtsbaum stand und wie wir bei euch Mittag gegessen haben. Deine Mutter hat sich immer liebevoll um uns gekümmert.
Jetzt hat sie Lebewohl gesagt und ist an einen anderen Ort gegangen, an dem alles einfacher ist als hier bei uns. Es ist schwer, zurückzubleiben. Mich tröstet immer, wenn ich mir vorstelle, dass sie nur vorausgegangen sind und wir ihnen eines Tages folgen werden.
Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und bin in Gedanken bei euch.
Gabi